Grenzen der Vorsorge
Auch erfahrene Bergsteiger kommen in Lawinen ums Leben. Fachleute wie Werner Munter, Peter Geyer und Patrick Nairz betonen, dass es keine sichere Einschätzung der Lawinengefahr gibt. Gute Planung senkt das Risiko, beseitigt es aber nicht.
Die meisten liegen nicht tief
Das SLF Davos hat 729 Ganzverschüttete aus 20 Jahren ausgewertet. Die durchschnittliche Verschüttungstiefe lag bei 70 cm. Nur etwa 10 % lagen tiefer als 1,5 m. Aus 70 cm ist eine Person in der Praxis in 2 bis 3 Minuten ausgegraben, wenn man weiß, wo man graben muss.
Die Zeit läuft
Nach Dr. Brugger überleben rund 90 % der Verschütteten die Lawine selbst und die ersten 15 Minuten. Danach sinken die Chancen schnell, weil sich vor dem Gesicht ausgeatmetes Kohlendioxid sammelt. Zugleich wird der Schnee mit der Zeit härter.
Sichtbar heißt gefunden
Laut den SLF-Winterberichten 1994/95, 1996/97 und 2003/04 wurden alle Ganzverschütteten, die über sichtbare Ausrüstungsteile gefunden wurden, lebend geborgen. Der Avalanche Ball macht diese Sichtbarkeit planbar: Er liegt oben, ist rot und führt über die Leine direkt zur Person.


Was an der Oberfläche bleibt
Die Grafiken zeigen drei Fälle im Querschnitt: zufällig sichtbare Teile, ein Airbag-Rucksack (ABS) und der Avalanche Ball. Airbags sollen das Verschütten verhindern. Der Ball soll das Finden beschleunigen, auch wenn jemand verschüttet wird.


